13. Sonntag im Jahreskreis
2011 A
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Weitere Predigten kommen demnächst.

 

Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!

Jesus spricht heute von Lohn! Wer einen Propheten aufnimmt, wird den Lohn eines Propheten erhalten. Wer einen Gerechten aufnimmt, wird den Lohn eines Gerechten erhalten. Wer einem kleinen Kind Wasser zu trinken gibt, er wird nicht um seinen Lohn kommen.

Ein Kind freut sich, wenn es belohnt wird. Wir alle wissen, dass man Mädchen und Buben anspornen kann, wenn man ihnen eine Belohnung vor Augen stellt.

Den Lohn für die Arbeit brauchen wir zum Leben. Das Gehalt jedes Monat sieht man am Lohnzettel.

Wenn sich etwas lohnt, zahlt es sich aus. Immer wieder sagt sich der Mensch: Lohnt sich das? Er überlegt meistens, ob sich sein Tun lohnt, d.h. ob es einen Sinn hat.

Jesus verspricht, wenn wir Gutes tun, einen Lohn. Es ist ein besonderer Lohn.

Ich möchte heute die Gedanken hinlenken auf diesen ewigen Lohn. Dieser Lohn wird einmal im Himmel uns geschenkt werden, wenn wir im Gericht bestehen. Das Gericht kann man darstellen mit einer Waage.

Die guten Werke werden auf die eine Seite gelegt. Die Sünden kommen auf die andere Seite. Wenn die Waage auf die rechte Seite mit den guten Werken kippt, werden wir den ewigen Lohn bekommen. Wie gut, dass durch eine Beichte die linke Seite wieder ganz leer wird und bei die Waage automatisch die richtige Seite sich nach unten bewegt.

Im Himmel ist dann die Freude. Es ist die ewige Glückseligkeit. Es ist dies der Wunsch eines jeden Menschen. Hier findet die Sehnsucht Ruhe. Wir sind im Frieden mit Gott und allen Heiligen. Dieses Glück wird sicher alle unsere Erwartungen übersteigen. Es ist das Reich der vollendeten Gerechtigkeit, wo kein Böser mehr ist. Es ist ein Reich der vollkommenen Freiheit. Und darum soll unser entschlossener Wille sein, dorthin zu kommen. Wir wollen uns dafür einsetzen mit all unserem Tun, Beten und Opfern. »Eins hab ich mir vorgenommen in den Himmel will ich kommen, mag es kosten, was es will für den Himmel ist nichts zu viel.« Das müssen die Kinder im Religionsunterricht bei mir auswendig können. Es ist das Allerwichtigste. Wir »müssen« uns alle dort einmal wiederfinden und wiedersehen.

Der heilige Pfarrer von Ars hat immer wieder davon gesprochen und darüber gepredigt. Er hat die Leute damit auf das Entscheidenste aufmerksam gemacht. Im Prinzip hat er seine Mission einem kleinen Kind gesagt, das er auf den Weg nach Ars getroffen hat. Unschlüssig welche Straße er bei einer Kreuzung gehen sollte, hat er einen Jungen gefragt. Wie komme ich nach Ars? Dieser zeigte es ihm. Beim Verabschieden hat er zu ihm gesagt. »Du hast mir den Weg nach Ars gezeigt. Ich werde dir dafür den Weg in den Himmel zeigen.« Das hat er als seine Aufgabe gesehen und gemacht. Unzähligen Menschen, die in Massen nach Ars strömten, hat er zur Beichte geführt und hat ihnen damit gesagt, dass wir mit einem reinen Herzen in den Himmel kommen können. Er hat ihnen wie Jesus damals gesagt, dass ein Lohn ihnen im Himmel bereitet ist. Es ist ein Lohn, der ewig ist. Dieser Lohn ist die Liebe mit Gott. Bemüht auch Ihr Euch diesen Lohn im Himmel zu erlangen, damit wir uns dort wiedersehen und die ewige Freude erfahren dürfen. Amen.

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© 2017 · Pfarrer Christian Poschenrieder · email