2. Ostersonntag
2011 A
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Weitere Predigten kommen demnächst.

 

Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!

(Auch wenn heute unser Patrozinium ist) Ich darf heute anlässlich der Seligsprechung von Papst Johannes Paul II. ein paar Worte über ihn sagen. Gleich nach seinem Tode wurden die Rufe »Santo Subito« laut, d. h. sofort heilig. Dies zeigte seine Beliebtheit im Volk. Und dies zeigt weiter, dass er auch ein Vorbild war. Papst Benedikt hat dann die normale Zeit, die zur Eröffnung eines Seligsprechungsprozesses verstreichen sollte, nicht eingehalten und ihn sehr bald eröffnet.

Das Wunder, das notwendig war, ist dann auch eingetreten. Eine Ordensschwester, die an Parkinson litt, hat den Papst, der selber an dieser Krankheit litt, in ihren Gebeten angerufen und ist von dieser Parkinson-Krankheit geheilt worden und so konnte der Seligsprechungsprozess positiv abgeschlossen werden und wir dürfen ab heute einen neuen seligen Papst verehren.

Ich habe im Jahre 2005 am 3. Sonntag nach Ostern eine Predigt über ihn gehalten, in der ich seine Verdienste hervorhob. Aber alle diese äußeren Verdienste hätten nicht dazu geführt, dass er seliggesprochen wird. Vor Gott zählen nicht die äußeren Verdienste, sondern das innere Bemühen um Heiligkeit. Das war bei ihm da. Er hat immer wieder Zuflucht zur Gottesmutter genommen. Er hat im Leiden sich Gott ganz anvertraut. Er war wirklich Vorbild im Tugendstreben und konnte viele für Christus begeistern.

Der heutige Tag ist ganz bewusst gewählt. Der Barmherzigkeitssonntag, der Sonntag nach Ostern. Er ist damals am Vortag zu diesem Fest verstorben und zum Vater im Himmel heimgegangen. Er hat Sr. Faustina sehr verehrt. Er hat ihre Botschaft als echt bestätigt und den Barmherzigkeitssonntag eingeführt.

Er war ein Mann der Rekorde, wie wir wissen. Die zweitlängste Amtszeit als Papst. Die meisten Reisen. Bislang der einzige slawische Papst. Er hat ganz viele Menschen selig und heiliggesprochen, um uns zu zeigen, dass das unser Ziel ist und dass es möglich ist, dieses Ziel zu erreichen. Er selbst hat es uns vorgelebt und die Kirche bestätigt mit dieser Seligsprechung, dass auch er am Ziel angelangt ist. Wir dürfen nun ab heute zu einem neuen Seligen beten. Er ist nun der erste Selige, dem ich die Hand berühren durfte. Als ich einmal in Rom war und er im Papamobil an mir vorbeifuhr, hat er die Hand ausgestreckt und ich konnte sie streifen, hab allerdings meine Hand wieder gewaschen!

Johannes Paul II. ist also im Himmel. Das bestätigt heute die Kirche mit der Seligsprechung und wir dürfen nun zu ihm beten, wir dürfen ihn anrufen in unseren Anliegen und wir dürfen dieses Vertrauen haben, dass er auch für uns Fürsprache einlegt bei Gott. Seliger Papst Johannes Paul II. Bitte für uns. Amen.

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© 2017 · Pfarrer Christian Poschenrieder · email