17. Sonntag im Jahreskreis
2014 A
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Weitere Predigten kommen demnächst.

 

Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!

Einen Silberschatz zu finden, das ist schon viel. Einen Lottogewinn zu machen ist vielleicht mehr. Den Schatz für ein gemeinsames Leben in der Ehe zu gewinnen wiegt wohl noch mehr. Jesus aber steigert im heutigen Evangelium noch höher. Wer das Reich Gottes für sich entdeckt, hat einen Schatz über alle Schätze dieser Welt hinaus gefunden.

Alle drei Gleichnisse sagen das Gleiche aus. Jesus will, dass wir alles erdenklich Mögliche tun, diesen Schatz zu bekommen und das Reich Gottes zu erlangen. Für den Himmel soll uns nichts zu viel sein. Strengen wir uns an, um in diese ewige Glückseligkeit eingehen zu können.

Verkauft alles, um den Acker mit dem vergrabenen Schatz zu erwerben. Versucht mit allen Mitteln die schöne Perle zu bekommen. Und möglichst viele Fische sollen für das Reich Gottes gefangen werden.

Heute ist der Christophorussonntag. Der heilige Christophorus war so einer, der wirklich alles für das Reich Gottes getan hat. Die Legende berichtet, er wollte unbedingt dem höchsten Herrn dienen. Er stellte sich dem mächtigsten König, den er kannte, zur Verfügung. Als er merkte, dass dieser Angst vor dem Teufel hatte, wusste er, er ist nicht der Mächtigste. Er suchte den Teufel. Als er ihn gefunden hat, diente er ihm. Als er bei einem Spaziergang mit ihm sah, dass er einen großen Bogen um ein Kreuz macht, erkannte er, dass dieser Jesus noch mächtiger ist, als der Teufel. Er wollte nun diesem Jesus dienen. Er fragte einen Einsiedler. Dieser riet ihm, am Fluss Leute hinüberzutragen. Durch diese gute Tat diene er Jesus am Meisten, da er sehr stark war. Als nun ein Kind mit der Bitte an ihn herantrat, ihn über den Fluss zu tragen, tat er dies bereitwillig. Doch das Kind wurde immer schwerer und schwerer, sodass er meinte, mitten im Fluss unterzugehen. Als er das andere Ufer gerade noch erreichte, wunderte er sich, warum das Kind so schwer wurde und sagte: „Ich dachte, ich hätte die ganze Welt getragen.“ Das Kind antwortete: „Du hast den Herrscher und Schöpfer der ganzen Welt getragen.“ Er, der diesem mächtigsten Herrn dienen wollte, hatte ihm einen Liebesdienst erwiesen. Seither heißt er nicht mehr Phorus - Träger, wie er ursprünglich geheißen hat, sondern Christophorus – Christusträger.

Christophorus hat damit den Schatz gefunden und den Acker gekauft. Er hat die Perle gefunden und alles verkauft, um sie zu erwerben, und er hatte das Netz voller Fische und warf die Schlechten weg.

Handeln wir genauso. Bemühen wir uns um das Reich Gottes. Es ist der größte Schatz, den uns Jesus schenken wird, wenn wir einmal von dieser Welt Abschied nehmen müssen. Amen.

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© 2016 · Pfarrer Christian Poschenrieder · email