Christi Himmelfahrt
2017 A
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Weitere Predigten kommen demnächst.

 

Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!

„Dieser Jesus, der von euch ging und in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen.“ Heute am Hochfest Christi Himmelfahrt möchte ich den Gedanken hinlenken auf diesen Satz, der auf die Wiederkunft Christi verweist. Wem ist das bewusst? Die Engel sagen, nachdem Jesus in den Himmel aufgefahren ist, dass er einmal wiederkommt am Ende der Zeit, so wie sie ihn haben jetzt auffahren sehen? Er ist nach oben geschwebt, bis ihn eine Wolke verdeckte. So wird er auch von oben wieder herab kommen. Das Bild des nach oben entschwindenden Jesu hat schon seine Bedeutung. Es wäre furchtbar, wenn sich die Erde gespalten hätte, Jesus nach unten gefallen wäre und so zu seinem Vater zurückgekehrt wäre. Jesus ist in den Himmel aufgefahren und nicht hinuntergefahren. Auch wenn wir wissen, dass der Himmel nicht irgendwo im All ist. Wir wissen, dass die Astronauten den lieben Gott weder auf dem Mond, noch hinter dem Mond, noch irgendwann einmal auf dem Mars oder sonst wo finden werden. Trotzdem ist die Vorstellung bei uns da, dass der Himmel oben ist, weil wir sonst Probleme mit dem Ort haben. Aber wo dieser Ort ist? Das wissen wir natürlich nicht. Der Ort ist dort, wo Gott ist. Aber letztlich ist das unwesentlich. Wesentlich ist, dass Jesus zu seinem Vater heimgekehrt ist mit seinem Leib.

Die Himmelfahrt Jesu ist vor allem der triumphale Einzug des Siegers in den Himmel. Äußerlich hat man das freilich nicht gesehen. Aber die Kirche hat es immer so gelehrt, dass Jesus siegreich zu seinem Vater zurückgekehrt ist und das nicht allein. Er führt eine unübersehbare Schar von Erlösten und aus dem Kerker Befreiten mit sich. Noch am Tag seines Todes war Jesus hinabgestiegen in das Reich des Todes, hatte die Tore dort aufgestoßen und während auf der Erde Trauer und Betrübnis über seinen Tod herrschte, erklang hier der Jubel der erlösten Gerechten des Alten Bundes. Und heute erfolgte der Einzug in das himmlische Reich.

Die Himmelfahrt ist zweitens die Heimkehr zum Vater. Wenn jemand länger von zu Hause weg war und nun zurückkehrt, wie groß ist die Freude! 33 Jahre war Jesus auf der Erde und immer wieder sagte er: Ich gehe zum Vater, d.h. ich gehe fort von dieser dunklen Welt, die oft durch Hass und Ungerechtigkeit sich auszeichnet, in das Reich der ewigen Liebe. Ich kehre heim in das unsagbar, herrliche Leben der drei göttlichen Personen.  Ich kehre heim zu dem, von dem ich ausgegangen bin.

Und drittens nimmt er jetzt Platz zur Rechten des Vaters, und zwar, wie gesagt, mit seinem menschlichen Leib. Das Christentum ist nicht leibfeindlich. Es ist damit das Größte ausgedrückt, was vom menschlichen Leib überhaupt ausgesagt werden kann. Es lohnt sich so manche Mühe auf sich zu nehmen, schon allein wegen der Zukunft unseres Leibes, der einmal teilnehmen wird am göttlichen Leben.

Christus selbst wird uns holen. Für die meisten isst das am Ende ihres Lebens. Manche werden den jüngsten Tag hier auf Erden erleben, so wie die Engel es berichten und angekündigt haben. Er wird wiederkommen. Wir beten es bei jeder hl. Messe an der zentralsten Stelle: der hl. Wandlung. „Deinen Tod o Herr verkünden wir, deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit.“ Amen.

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© 2017 · Pfarrer Christian Poschenrieder · email