Dreifaltigkeitssonntag
2015 B
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Weitere Predigten kommen demnächst.

 

Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!

In meiner Jugend war ich ein begeisterter Fußballfan. Am Samstag durfte die Sportschau nicht ausgelassen werden und dem FC Bayern München wurden die Daumen gedrückt. Jetzt hat das doch sehr nachgelassen. Doch stelle ich eines fest. Wenn ich dann doch mich wieder interessiere und vielleicht das eine oder andere Spiel wieder anschaue und die Fußballspieler wieder besser kennen lerne, dann kommt die Begeisterung von früher langsam zurück.

Genau das ist, denke ich, der Grund für eine Begeisterung. Ich habe damals die Spieler gut gekannt. So ähnlich ist es auch bei Gott. Warum haben manche Leute keine Begeisterung für Gott. Die Antwort ist: Weil sie Gott nicht oder zu wenig kennen. Wenn man sich für Gott interessieren würde, wenn man in der Bibel lesen würde, wenn man Predigten, Vorträge über dem Glauben öfter zuhören würde, würde man Gott näher kennenlernen und feststellen, dass es ein bisschen ähnlich ist wie mit dem Fußball. Der Fußballspieler gibt alles für die Mannschaft. Er setzt sich ein. Er läuft dem Ball nach. Er übt und rackert. Wie ist das bei Gott? Wenn wir uns näher mit ihm befassen, dann werden wir sehen: Hat er nicht auch alles gegeben? Jesus Christus ist auf die Welt gekommen, um sein Leben für uns hinzugeben. Er hat Kranke geheilt. Er hat Tote auferweckt. Er hat Wunder gewirkt. Wer Jesus gut kennt, weiß, dass er mehr getan hat, als jeder noch so gute Fußballspieler. Er ist für unsere Sünden gestorben und hat uns erlöst durch seinen Tod und seine Auferstehung.

Und heute am Dreifaltigkeitssonntag erinnern wir uns an das Wesen Gottes. Jesus hat uns mitgeteilt wie Gott ist. Er sprach von seinem Vater, vom Schöpfer des Himmels und der Erde. Er sprach von der Liebe zwischen Vater und Sohn. Er offenbarte uns den Heiligen Geist. Der Heilige Geist ist die Liebe Gottes, die aus der Liebe zwischen Vater und Sohn hervorgeht. Wer Gott hier immer mehr kennenlernt und merkt, dass Gott reine Liebe ist, dass er uns aus Liebe erschaffen hat, der wird auch immer mehr begeistert sein von Gott, der wird immer mehr Gott dafür danken, der wird Gott lobpreisen und ihn anbeten.

Das Fest der Heiligsten Dreifaltigkeit ist so wie ein Fußballspiel. Durch ein Fußballspiel lernen wir die Spieler besser kennen. Wir sehen, wer im Sturm spielt. Wir sehen, wer in der Verteidigung ist und wer der Torwart ist.

Mir ist noch ein Vergleich eingefallen. Vielleicht sind beim göttlichen Fußballspiel die Spieler die Heiligen und der Trainer ist Jesus. Jesus hatte ja auch 12 Apostel. Er spielte mit einer 12er Mannschaft. Und dann hat er plötzlich gemerkt, dass sie auf dem Verliererast sind. Sie haben gesündigt. Sie haben sich nicht mehr an die Regeln gehalten und haben ein Tor nach dem Anderen bekommen. Und dann hat er sich selber eingewechselt. Er ist ein Spieler geworden und durch seinen Einsatz hat die Menschheit das Spiel gewonnen. Wir haben gegen den Teufel gesiegt, weil Jesus selbst mitgespielt hat. Er ist Mensch geworden und auch heute spielt er in gewisser Weise mit, denn er hat uns den Heiligen Geist gesandt, der immer noch auf Erden wirkt.

Die Heiligste Dreifaltigkeit ist immer schwierig zu erklären. Alle Vergleiche hinken, auch der mit dem Fußballspiel. Wenn sie sich nur eines merken: dass es die Liebe Gottes ist, die beim heutigen Fest im Mittelpunkt steht. Die Heiligste Dreifaltigkeit ist ein Liebesgeheimnis und Gott will uns einmal teilnehmen lassen an dieser Liebe. Er hat uns bereits etwas davon mitgeteilt und dadurch diese Sehnsucht ins Herz gelegt, einmal für immer Gott unendlich lieben zu dürfen in der Ewigkeit. Amen.

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© 2017 · Pfarrer Christian Poschenrieder · email