13. Sonntag im Jahreskreis
2015 B
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Weitere Predigten kommen demnächst.

 

Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!

„Gott hat den Tod nicht gemacht.“ So haben wir es in der Lesung gehört. Gott ist der Freund des Lebens und den Tod hat der Mensch gemacht. Paulus schreibt: Der Tod ist auf alle Menschen übergegangen, weil alle gesündigt haben. Durch die Sünde Adams hat der Tod begonnen. Gott sprach: Wenn ihr von diesem Baum esst, werdet ihr sterben.

Dass Gott aber der Freund des Lebens ist, bestätigt das heutige Evangelium. Jesus erweckt die verstorbene Tochter des Jairus zum Leben. Er fasste das Kind an der Hand und sprach „Talita kum“: „Steh auf“. Er berührte ihre Hand und es kam wieder Leben in ihren Körper.

Diese Berührung erinnert an das berühmte Fresko von Michelangelo in der Sixtinischen Kapelle: die Erschaffung Adams. Hier berührt Gott Vater mit seiner Hand die Hand des Adams und erweckt ihn sozusagen zum Leben: durch Berührung! In der Bibel steht es folgendermaßen: Er hauchte ihm den Lebensatem ein. Das ist eine besondere Art von Berührung, wenn wir angehaucht werden von Gott.

Noch eine Berührungsgeschichte wird uns im Evangelium berichtet. Die Krankenheilung einer Frau, die an Blutungen litt. Sie möchte nur das Gewand von Jesus berühren. Ihr Vertrauen ist groß. Als sie es im Getümmel schaffte, spürte Jesus, dass eine Kraft von ihm ausging und die Frau spürte, dass sie geheilt ist.

Jesus heilt durch Berührung. Jesus möchte auch uns heilen, in dem er uns berührt. Wir müssen nur zu Jesus gehen und ihn berühren. Oder Jesus kommt zu uns auf die Bitten hin von Jemand. Wie können wir das heute? Jesus berühren. Ich denke, die innigste Berührung mit Jesus erfahren wir in der heiligen Kommunion. Da werden wir nicht nur äußerlich von Jesus berührt, sondern sogar innerlich. Und er will uns auch innerlich heilen von unseren Sünden. Er will unsere Seele wieder ganz rein machen, dass nichts dort ist, was uns von Gott trennt.

Was brauchen wir dafür? Wir brauchen dazu ein großes Vertrauen. Wie groß war das Vertrauen der kranken Frau oder das Vertrauen des Jairus, des Vaters des 12-jährigen Mädchens! Er glaubt fest daran, wenn Jesus seiner Tochter die Hände auflegt, wenn er sie berührt, dann wird sie wieder gesund. Haben auch wir dieses große Vertrauen, dass Jesus uns durch seine Berührung heilen kann, dass er uns helfen will! Er ist der Freund des Lebens. Gott hat den Tod nicht gemacht. Wir kommen zum Leben, wenn er uns an der Seele berührt. Daher können wir nicht sterben, wenn Jesus uns berührt, wenn Jesus in uns ist. Je öfter wir die hl. Kommunion empfangen, desto öfter berührt uns Jesus, desto öfter wirkt er in uns und desto sicherer sind wir dem ewigen Leben, desto sicherer werden wir in dieses ewige Leben einmal eingehen. Amen.

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© 2017 · Pfarrer Christian Poschenrieder · email