4. Sonntag im Jahreskreis
2015 B
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Weitere Predigten kommen demnächst.

 

Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!

Dieses Evangelium von der Heilung eines Besessenen ist eine sehr trostvolle Stelle. Nicht nur, weil die Menschen merken, dass Jesus mit Vollmacht eine ganz neue Lehre verkündet und den unreinen Geist austrieb, sondern auch weil der Dämon Angst hat. Beachten wir das mit Genugtuung!  Der unreine Geist hat Angst. Er fürchtet sich. Die Reaktion dieses Dämons zeigt uns, dass Jesus uns rettet und den Teufel besiegt. „Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen?“ Das ist die Frage des unreinen Geistes. Dieser Satz weist hin auf den Auftrag Jesu von seinem Vater. Er kam auf die Welt, um die Welt zu reinigen von den zerstörerischen Mächten und vom Bösen, das seit der ersten Sünde die Welt belastet. Wir hören aus dieser Frage ganz deutlich eine große Angst dieser Dämonen. Sie befürchten das Schlimmste. Sie ahnen bereits, dass da jemand mächtiger da ist, dem sie unterlegen sind, dem sie nicht angekommen, und der stärker ist als sie. Sie müssen weichen. Sie sind auf der „Verliererstraße“. Sie sind schwächer. Sie müssen ihm gehorchen. Da befahl Jesus: „Schweig und verlass ihn!“ Und sie müssen sogar noch bekennen, wer er ist. „Ich weiß, wer du bist. Du bist der Heilige Gottes.“ Es muss ganz furchtbar sein für diese Macht der Finsternis vor allen anderen ihn als den Heiligen Gottes zu bekennen. Es ist eine unvorstellbare Demütigung sagen zu müssen: Dieser Jesus ist der Stärkere, und ich muss ihm gehorchen. Ich weiß, er ist der Heilige Gottes, und er ist gekommen, um mich zu vernichten.

Wunderbar ist auch der Gedanke, dass Jesus diese Macht den Aposteln und ihren Nachfolgern weitergegeben hat. Diese übernatürliche Macht über die bösen Geister wurde den Priestern gegeben. Die Kraft eines Priestersegens ist also nicht zu unterschätzen. Ja, jeder Getaufte kann segnen. Die Eltern sollen oft ihre Kinder segnen und damit den Schutz Gottes herabbitten.

Die Botschaft dieses Evangeliums ist wieder ganz klar und soll unsere Hoffnung stärken. Gott ist mächtiger als der böse Feind. Der Versucher ist sich das zwar bewusst, doch probiert er immer alles aus, um uns trotzdem zu Fall zu bringen. Wir wollen uns aber nicht verwirren lassen, sondern immer wieder auf Gott hinschauen, wenn wir wieder einmal gefallen sind. Wir haben von Gott die Möglichkeit geschenkt bekommen, all das zu bereuen, und damit kann Gott verzeihen und alles wieder gut machen. Diese Barmherzigkeit Gottes bringt den bösen Feind zur Weißglut, weil all seine Bemühungen umsonst waren, und er wieder von vorne anfangen muss.

Nehmen wir folgenden Gedanken mit! Gott ist stärker als der Teufel. Er hat Macht über den unreinen Geist, und er ist gekommen, um ihn zu verderben, um ihn zu vernichten. Das ist die Freudenbotschaft dieses Evangeliums. Amen.

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© 2017 · Pfarrer Christian Poschenrieder · email