3. Adventssonntag
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Weitere Predigten kommen demnächst.

 

Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!

Dreimal wird dem Johannes dem Täufer die Frage gestellt: Was sollen wir tun? Auch ich möchte diese Frage ins Zentrum meiner Predigt stellen und versuchen eine Antwort zu geben. Was sollen wir im Advent tun, damit es eine gute Vorbereitung auf Weihnachten ist? Eigentlich würde ich als Antwort zuerst gerne die Lesung verwenden. Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Freut euch, der Herr ist nahe! Nur noch kurze Zeit bis Weihnachten. Gaudete – Sonntag der Vorfreude! Wir sollen uns freuen. Aber da werden sie sagen. Freude ist doch ein Zustand und kein Tun. Ich kann mich ja nicht auf Befehl freuen. Entweder ich habe dieses Gefühl oder nicht. Ich möchte wissen, was ich tun soll. Was kann ich machen, um diesen Zustand zu bekommen? Dieser Einwand ist natürlich berechtigt.

Da würde ich als zweites dann auch einstimmen in die Antworten des Johannes. Hier geht es im Prinzip um die Nächstenliebe: Gutes tun! Liebe schenken! Den Leuten sagt er: Wer zwei Gewänder hat eines hergeben, dem Hungrigen zu essen geben. Also, denen, die im Wohlstand leben, schlägt er vor, von ihrem Besitz etwas abzugeben. Gott sei Dank ist die Spendenfreudigkeit doch sehr groß. Wir sehen die Not und geben von unserem Überfluss. Die Zöllner ermahnt er: Gerecht zu sein. Sie sollen die Position, die sie haben, nicht auszunützen, indem sie mehr verlangen, um sich zu bereichern. Die Soldaten sollen niemand misshandeln: Seid genügsam, nicht neidisch, sondern helft den anderen.

Wer also solche guten Werke tut und damit dem anderen seine Liebe schenkt, der wird nicht ärmer, sondern reicher, der wird nicht unglücklicher, sondern selber glücklich sein.

Und als drittes habe ich noch die beste Möglichkeit, um selber glücklich zu sein und zu werden, und das ist die Weihnachtsbeichte: Sich hier den Frieden holen für die Seele. Wer mit Gott im Reinen ist, der kann nicht unglücklich sein. Jesus hat uns dieses großartige Geschenk hinterlassen, das wir ganz leicht anwenden können: Mit Reue und Vorsatz in den Beichtstuhl gehen, die Sünden dem Priester bekennen, und Gott wird einem durch die Lossprechung alle Sünden nachlassen. Gibt es etwas Wunderbareres als ohne Sünde zu sein?

Maria hat sich vorbereitet. Sie hat die Krippe hergerichtet. Sie konnte sich nicht so vorbereiten, wie wir es tun, wenn ein Baby kommt. Sie hat nur das Notwendigste besorgt: Ein paar Windeln, sonst wird es nicht viel Komfort gegeben haben. Das Wichtigste ist, und das gilt auch für uns, dass wir Platz machen für das göttliche Kind in unserem Herzen. Dass wir es nicht abweisen wie damals, als in den Herbergen kein Platz war. Hoffentlich geht die Heilige Familie nicht an uns vorüber, weil alles überfüllt und angefüllt ist in uns mit unnötigen Dingen. Bei jedem wird sie einkehren, der sie einlässt und Platz macht.

Und das ist die Botschaft: 1. Freu dich, der Herr kommt. 2. Übe die Nächstenliebe und 3. mache dein Herz bereit, sodass er sich in dir wohlfühlt. Amen.

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© 2018 · Pfarrer Christian Poschenrieder · email