4. Ostersonntag
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Weitere Predigten kommen demnächst.

 

Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!

Vielleicht kennt der eine oder andere den Film „Ein Schweinchen namens Babe“. In diesem lustigen Film, in dem die Tiere miteinander sprechen können, geht es um das Schweinchen Babe, das ihre Eltern durch den Schlachter verloren hat und auf einem Bauernhof landet. Dort erobert es die Herzen der anderen Tiere und es gelingt ihm eines Tages einige Viehdiebe vom Hof zu vertreiben und dadurch die Schafe zu retten. Nun glaubt es seine Berufung gefunden zu haben und will „Schäferschwein“ werden. So wie ein Schäferhund will es auf die Schafe aufpassen. Im Gegensatz zu den normalen Schäferhunden behandelt Babe die Schafe mit Respekt und ist freundlich zu ihnen, was dazu führt, dass die Schafe seine Anweisungen gerne befolgen. Der Bauer ist so beeindruckt davon, dass er das Schweinchen zum Schäferhundwettbewerb anmeldet und schließlich gewinnt das Schweinchen den Wettbewerb, weil die Schafe genau das tun, was es ihnen sagt. Es ist damit eine große Hilfe für den Hirten.

Das Schweinchen kommt zum Erfolg mit seinen liebevollen und höflichen Worten!

Dieser Film, den ich vor Jahren einmal gesehen habe, kam mir in Erinnerung, als ich an den heutigen „Gute-Hirte Sonntag“ dachte. Die Hunde holten sich den Respekt durch Bellen und Knurren und die Schafe machten dann zwar das, was sie sollten, aber nur widerwillig, weil die Hunde schließlich die Stärkeren sind. Das Schwein hat die Herzen der Schafe erobert und dann haben sie die Anweisungen gerne befolgt.

Es ist immer gefährlich Bilder zu verwenden, denn Vergleiche hinken. Es haben auch manche Probleme, wenn wir mit Schafen verglichen werden. Aber ich glaube, jeder hat die Aussage verstanden.

Jesus ist der gute Hirt. Der Schäferhund ist eine Hilfe für den guten Hirt, der die Herde zusammenhält, der auch aufpasst, dass keines davon läuft usw. Vielleicht ist jeder Priester nicht nur im Bild ein guter Hirt, sondern vielleicht auch so ein Gehilfe vom guten Hirt. Und er sollte nun kein Schäferhund sein, der nur mit Knurren und Bellen die Herde zusammenhält, sondern so wie das Schweinchen es geschafft hat, nämlich mit seiner Liebenswürdigkeit und mit seinen Worten und mit der sanften Stimme.

Jesus will auch auf diese Weise unsere Herzen erobern. Wir sollen seine Gebote gern erfüllen, nicht weil er sich mit seiner Macht Respekt verschafft hat, sondern weil er durch seine Freundlichkeit uns beeindruckt.

Die Botschaft ist ganz klar und sie gilt ja auch genauso in der Familie, in der Kindererziehung. Ich kann mit Autorität etwas befehlen. Die Kinder machen es mürrisch, weil sie müssen oder wir schaffen es, die Kinder so zu motivieren, dass sie es gerne machen, dass sie es aus Liebe tun usw.

Dies wird uns vielleicht nicht immer gelingen, sodass wir manchmal ein Schäferhund sein müssen, aber letztlich denke ich mir, muss das Ziel immer sein, ein guter Hirte zu sein. Er kennt die Schafe. Sie kennen seine Stimme. Sie hören auf seine Stimme, weil sie ihm vertrauen, und weil sie wissen, er meint es gut, er wird uns beschützen, er wird uns verteidigen: gegen die Wölfe, gegen die bösen Feinde. Ja er wird sogar sein Leben für uns hingeben.

Das hat Jesus Christus getan. Er ist für uns gestorben, um uns zu retten, damit wir nicht für immer verloren gehen. Hören wir also auf seine Stimme! Lieben wir ihn! folgen wir ihm und danken wir ihm für alles, was er für uns getan hat! Amen.

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