2. Adventssonntag C 2021
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2. Adventssonntag 2021 C

Messtexte | Word-Dokument

Pünktlich zum Advent hat uns der liebe Gott den Schnee geschickt. Für Kinder ist es nun möglich Schlitten zu fahren, eine Schneeballschlacht zu machen oder Ski zu fahren. Wenn es schneit, müssen aber auch die Schneepflüge ausrücken und die Straßen räumen, damit wir freie Fahrt haben und nichts passiert.

Mir ist eingefallen, dass dies eigentlich ganz gut zur Lesung und zum Evangelium und damit zum heutigen 2. Adventsonntag passt.

Wie hat der Prophet Jesaja geschrieben? Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen.

Die Schneepflüge räumen, damit wir fahren können, damit wir irgendwohin kommen können. Der Unterschied zum Advent ist, dass jemand zu uns kommen will. Wir sollen den Schneepflug durch unser Herz fahren, damit Jesus leichter den Weg zu uns findet. Wir sollen im Herzen für ihn den Weg bereiten. Haben wir schon geschaut, was der Schneepflug bei uns wegschieben soll und eine Gewissenserforschung gemacht? Letztlich ist dann die Weihnachtsbeichte das „Schneepflugfahren“! Hier werden die Sünden wegfahren, ja eigentlich entfernt, sodass es sie nicht mehr gibt. Wie die Sonnen durch Erwärmen den Schnee auftaut, sodass es den Schnee nicht mehr gibt. Vorher müssen wir aber nachdenken und in unser Herz blicken und schauen, was die Ankunft Jesu erschwert. Wo sind die Hügel, wo sind die Berge, die geebnet werden müssen? Welche Schlucht muss aufgefüllt werden? Wo soll die Sonne hinscheinen und tauen.

Was krumm ist, werde gerade! Welche krumme Tour haben wir gemacht? Wen haben wir betrogen, belogen, um irgendwo Vorteile für uns herauszuschinden?

Wo sind Hügel und Berge im Weg? Wen haben bei uns auflaufen lassen, wem haben wir Hindernisse in den Weg gelegt? Oder haben wir uns hinter einem Hügel verschanzt? Haben wir anderen dadurch das Leben schwer gemacht?

Welche Schlucht gehört aufgefüllt? Wo steckt jemand in einem Loch, in einem Stimmungsloch? Wo trennten uns von einem andern Abgründe? Wo Feindschaft gepflegt wird, da tun sich Abgründe auf.

Hoffentlich gelingt es, dass am Christtag alles hergerichtet und bereit ist, dass der Heiland kommen kann, dass ihn die Gottesmutter nicht nur in die Krippe legt, sondern auch in unser Herz! Es gibt viel zu tun! Nicht nur äußerliche Vorbereitungen, sondern besonders die innerlichen sind für Gott wichtig. Wer hier sich bemüht, die Botschaft des Evangeliums hört, der wird wirklich das Heil sehen, das von Gott kommt. Amen.


© Pfarrer Christian Poschenrieder 2022